Frühling
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Okonomiyaki

Okonomiyaki, japanisch, Weisskohl

24.08.2021

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Daran, Köchin zu sein, liebe ich mitunter am meisten, dass ich mit einem Blick in den Kühlschrank sofort viele super leckere Gerichte vor Augen habe. Das japanische Okonomiyaki beschreibt im Prinzip genau dieses Vorgehen, weswegen ich unbedingt einen Weisskohl Okonomiyaki Hiroshima Style ausprobieren wollte.

In der Küche bin ich sowohl ein Fan von klassischen und einfach Speisen, als auch eine kulinarische Tüftlerin. Rezepte, wie das japanische Okonomiayki, sind dabei eine riesige Inspiration für mich und ich habe extrem viel Spass dabei, daraus ein eigenes Gericht zu zaubern.

Okonomiyaki, japanisch, Weisskohl, Teig

 

Mach’s wie’s dir gefällt!

Ich bin eine Person, die einen sehr vielseitigen Geschmack hat und auch immer interessiert daran ist, neue Zutaten und Rezepte kennen zu lernen und sie auszuprobieren. Manche Gerichte sind hierfür perfekt geeignet, weil ich sie schon durch kleine Nuancen verändern und so etwas komplett Neues daraus machen k   ann. 

Okonomiyaki war daher eine super Entdeckung für mich. Ich bin ein grosser Fan der asiatischen Küche, nicht zuletzt wegen ihrer Vielfältigkeit. Das japanische Gericht Okonomiyaki setzt hier sogar noch einen drauf. Tatsächlich ist an diesem Rezept nämlich nur die Grundrezeptur gleich. Durch verschiedene Zutaten, Gewürze und Sossen gibt es unzählige Variationen. Wegen des Bodens aus Kohl, Mehl, Wasser, Ei und Dashi und des darauf drapierten Belags wird das Okonomiyaki umgangssprachlich auch „japanische Pizza“ genannt.

Okonomiyaki, japanisch, Ei, Nudeln, Weisskohl, Teig

 

Okonomi-yaki

Der Name des Gerichtes setzt sich eigentlich aus zwei einzelnen Worten zusammen. „Okonomi“, was „Geschmack“ oder „Belieben“ bedeutet, und „Yaki“, was so viel wie „gegrillt“ bedeutet. Nicht nur die vielfältigen Zutaten sind also eine Besonderheit, sondern auch die Zubereitung auf einer heissen Metallplatte oder einem Grill. Ersteres wird dabei in der Regel in japanischen Restaurants verwendet, für Zuhause ist eher der Grill die bessere Wahl.

Ganz besonders kann ich euch hierbei den Elektrogrill von Betty Bossi empfehlen. Der kompakte Grill mit Glasdeckel wird einfach in der Steckdose eingesteckt, erhitzt sich innerhalb weniger Minuten und ist deswegen auch optimal für spontane Grillaktionen. Ich finde es super, dass der Grill zwei verschiedene Zonen hat, an denen dank der Antihaftbeschichtung auch kaum was kleben bleibt. Gerade für die Masse des Okonomiyaki ist das perfekt!

Nach dem Grillen könnt ihr das Gerät super einfach und schnell auseinander nehmen und reinigen.

Okonomiyaki, japanisch, Grill, Weisskohl, Teig

 

Weisskohl Okonomiyaki Hiroshima Style

Für mein erstes Okonomiyaki habe ich mich für die Hiroshima Variante entschieden.

Dafür verrührt ihr in einer grossen Schüssel zuerst das Wasser und das Mehl mit einem Schneebesen, sodass ein glatter, flüssiger Teig ohne Klümpchen entsteht. Die Schüssel deckt ihr dann ab und stellt sie für eine Stunde in den Kühlschrank.

In der Zwischenzeit kocht ihr die Yakisoba-Nudeln al dente (nach Belieben könnt ihr auch schon vorgekochte verwenden). Den Kohl schneidet ihr in dünne Streifen und stellt ihn beiseite.

Wenn euer Teig fertig geruht hat, gebt ihr etwas Öl auf die Grillplatte oder in die Pfanne und erhitzt sie auf circa 170°C. Mit einer Kelle gebt ihr dann circa ¼ des Teiges auf die heisse Fläche und verteilt ihn schnell mit dem Kellenboden durch kreisende Bewegungen von innen nach aussen. Bevor der Teig komplett gebacken ist, gebt ihr etwas Katsuobushi darauf. Danach legt ihr etwa ¼ des Kohls und ¼ der Sojasprossen in die Mitte des Teiges. Um dem Ganzen Halt zu verleihen, gebt ihr nochmal einen Esslöffel des Teiges in die Mitte. Mit zwei breiten Pfannenwendern fahrt ihr dann unter euer Okonomiyaki und wendet es schnell. Sollte dabei etwas heraus fallen, bringt ihr es einfach wieder unter dem Teig in Form. 

Nun heizt ihr den Grill oder eure Pfanne etwas mehr an und bratet das Fleisch an, bis es nicht mehr rosa ist. Danach dreht ihr die Hitze wieder runter und schiebt das Okonomiyaki beiseite. 

Die Yakisoba-Nudeln lockert ihr jetzt etwas mit den Händen auf und gebt eine Portion mit etwas Öl auf die freie Stelle eures Grills oder in eine neue Pfanne. Die Nudeln bratet ihr kurz unter Rühren an, gebt dann etwa zwei Teelöffel Okonomiyaki Sauce dazu und lasst alles nochmal etwas weiter braten. Danach formt ihr die Nudeln zu einem Kreis, der etwa die Grösse des Okonomiyaki hat. Dieses hebt ihr dann mit zwei Pfannenwendern vorsichtig auf die Yakisoba.

Als nächstes gebt ihr wieder Öl auf eine freie Grill- oder Pfannenfläche, gebt ein Ei darauf und vermischt schnell Eiweiss und Eigelb. Bevor das Ei stockt, formt ihr auch hier einen Kreis in der Grösse des Okonomiyaki. Nun hebt ihr das komplette Okonomiyaki auf das Ei, sodass darauf die Nudeln liegen. Wenn das Ei für euren Geschmack fertig ist, wendet ihr das Ganze ein letzter Mal. 

Zum Schluss verteilt ihr Okonomiyaki Sauce, Mayonnaise, gezupfte Noriblätter, fein geschnittene Frühlingszwiebeln und Katsuobushi darauf. Zum Servieren empfehle ich euch etwas eingelegten Ingwer.

Auch wenn das Rezept etwas lang ist und euch vielleicht abschreckt – probiert es aus! Ich habe mit Okonomiyaki ein so tolles und abwechslungsreiches Gericht entdeckt, das es bei mir nun definitiv öfter geben wird. Traut euch!

 

 

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Rezept

Okonomiyaki

Zubereitungszeit

Für 4 Personen

Zutaten

3 dl Wasser

240 g Weizenmehl

3 Packungen Yakisoba-Nudeln

500 g Weisskohl

4 EL Sesamöl

4 TL Katsuobushi

60 g Mungobohnen-Sprossen

4 grosse Eier

5 EL Okonomiyaki-Sauce

5 EL Mayonnaise

1 Noriblatt

1 Frühlingszwiebel

2 EL eingelegter Ingwer

Zubereitung

  1. Wasser und Mehl mit einem Schneebesen verrühren bis ein glatter, relativ flüssiger Teig entsteht. Diesen 1 Std. im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Die Yakisoba-Nudeln nach Packungsanweisung al dente kochen oder vorgekochte Nudeln verwenden. Den Weisskohl in dünne Streifen schneiden.
  3. Etwas Öl auf die Grillplatte oder in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze ca. ¼ des Teigs mit einer Kelle in die Pfanne/auf die Platte geben. Mit dem Kellenboden schnell in kreisenden Bewegungen von innen nach aussen kreisrund verteilen. Bevor der Teig ausgebacken ist, mit 1 TL zerdrückten Katsuobushi bestreuen.
  4. ¼ der Kohlstreifen mittig auf den Teig legen. Darauf ¼ der Sprossen legen. Etwa 1 EL Teig darüber geben, damit alles schön zusammenhält.
  5. Mit zwei breiten Spateln auf beiden Seiten vorsichtig unter den Crêpe fahren und diesen schnell, aber vorsichtig wenden. Sollten dabei Zutaten herausfallen, diese mit dem Spatel wieder unter den Teig drücken. Danach die Hitze reduzieren und das Okonomiyaki auf der Grillplatte zur Seite schieben bzw. eine neue Pfanne erhitzen.
  6. Die gekochten Nudeln mit den Händen etwas auflockern, eine Portion mit Öl in die zweite Pfanne oder auf die freie Stelle der Grillplatte geben und kurz anbraten. Etwa 2 TL Okonomiyaki-Sauce auf die Nudeln geben und vermengen, gemeinsam kurz weiter braten.
  7. Die Nudeln zu einem Kreis formen, der in etwa dieselbe Grösse wie das Okonomiyaki hat und dieses dann mit den beiden Spateln vorsichtig auf die Nudeln heben. 
  8. Auf der freien Seite der Grillplatte oder in einer weiteren Pfanne ein bisschen Öl erhitzen und ein Spiegelei braten. Sobald das Ei fertig ist (kann auch noch etwas weich sein), dieses auf das Okonomiyaki geben.
  9. Zum Schluss Okonomiyaki-Sauce, Mayonnaise und das fein gezupfte Nori-Blatt gleichmässig darauf verteilen. Die Frühlingszwiebeln mit dem Grün fein schneiden und mit dem Katsuobushi ebenfalls auf das Okonomiyaki geben. Das Ganze mit etwas eingelegtem Ingwer servieren.
Okonomiyaki ist ein japanisches Gericht aus einem Teig mit Weisskohl und aus beliebigen Toppings - perfekt für spontane Kreationen aus der asiatischen Küche!